Die Produktionseinstellung der Fa. H. P. Kuhlmann Söhne im Jahre 1987 löste eine Reihe unterschiedlicher Bemühungen aus. Die Ausschreibung eines Pilotprojektes der Europäischen Gemeinschaft zur Erhaltung frühindustrieller Baudenkmäler stellte schließlich die Weichen für die weitere Entwicklung.
"Wenn keiner was macht, dann machen wir!" - Dieser Ausspruch von Eberhard Foest steht am Anfang der Vereinsgeschichte. Der Architekt und Künstler Eberhard Foest, der Denkmalpfleger Meinolf Hehmann und der Historiker Rolf Müller nutzten die Möglichkeiten, die ein solches Pilotprogramm bot: Eine Konzeptstudie wurde ausgearbeitet und der Projektantrag in Brüssel eingereicht. Als Antragstellerin zeichnete die Stadtgeschichtliche Vereinigung Leverkusen e. V., da nur sie den Status der Gemeinnützigkeit besaß.
Vereinsgründung am 21. November 1991
Der Antrag hatte Erfolg, eine erste Förderung war damit gesichert. Bei einem Treffen im Stadtarchiv Leverkusen wurde der Förderverein Freudenthaler Sensenhammer e. V. ins Leben gerufen. Im Jahr 1992 konnte der Verein mithilfe der NRW-Stiftung den Sensenhammer erwerben. Der Umfang der erforderlichen Sanierungs- und Ausbauarbeiten - darunter auch die Instandsetzung der Wasserkraft- und Stromerzeugungsanlage -, erforderten eine Bauzeit von 12 Jahren und Investitionen in Höhe von 3,5 Mio. Euro. Ehrenamtliche Leistungen im Umfang von ca. 0,5 Mio. Euro im Rahmen der Planung, der Finanzierung und der Projektsteuerung müssen hinzugerechnet werden.
Aufgaben und Schwerpunke des Vereinslebens
Das Museumsprojekt bekannt machen, Mitglieder werben, Spenden sammeln, planen und ganz einfach "anpacken" - diese Prämissen kennzeichnen die schwierige Zeit des Aufbaus. Es wurden Führungen und Vorführungen organisiert, dazu Kunstausstellungen und Konzerte in der Schmiedehalle. Das Interesse unserer Gäste war groß, auch bei den beliebten Museumsfesten dieser Jahre.
Die Museumsfeste boten auch den Rahmen, der zur Entstehung des "Hammertreffs" und der "Schmiedegruppe" unseres Vereins führte. Mit den Tagen der offenen Schmiede wurde der heutige, ehrenamtliche Museumsbetrieb erprobt. 2001 fokussierte sich das Vereinsleben auf die Veranstaltungen zum 10-jährigen Bestehen des Fördervereins und die Herausgabe einer Festschrift. In den folgenden Jahre standen die Bauarbeiten und die Entwicklung eines Konzeptes der Dauerausstellung im Mittelpunkt.
24. April 2005 – feierliche Eröffnung des Museums
Mit dem Beginn des regulären Museumsbetriebes haben sich die Schwerpunkte der Vereinsarbeit erneut verändert. Für inhaltliche und verwaltungstechnische Aufgaben konnte ein Museumsleiter gewonnen werden. Für die Betreuung der Besucher setzt sich eine Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Kasse ein. Vereinsmitglieder aus der Schmiedegruppe engagieren sich bei Vorführungen, reparieren Hämmer und Großgeräte und üben sich in den alten Schmiedetechniken. An dem umfangreichen Angebot kultureller Veranstaltungen ist das gesamte Museumsteam beteiligt.
Der Förderverein Freudenthaler Sensenhammer e. V. hat (Stand November 2009) rund 160 Mitglieder.
Der Vorstand des Fördervereins (Stand: 22.11.2009)
1. Vorsitzende
Gisela Schäperclaus
2. Vorsitzender
Heinz Vogt
Schatzmeister
Renate Steudel
Schriftführer
Holger Geisler
Beisitzer
Dagmar Faust
Jörg Heyn
Thomas Ratte
Erweiterter Vorstand - Beirat
Wilhelm Matthies
Siegfried Seiler