Die Schmiedegruppe des Industriemuseums Freudenthaler Sensenhammer
Die Schließung der Fa. Kuhlmann Söhne, der letzten deutschen Sensenfabrik, im Jahr 1987 bedeutete mehr als "nur" das Ende der Produktion und etwa den damit verbundenen Verlust von Arbeitsplätzen an einem traditionsreichen Standort. Es drohte auch ein "Gedächtnisverlust der Arbeit", ein Verlust an Fertigkeiten und Fähigkeiten der Beschäftigten.
Um diese überlieferten Qualifikationen zu erhalten, gründete sich im Jahr 2001 die Schmiedegruppe des Fördervereins Freudenthaler Sensenhammer. Zwei ehemalige Schmiede der Fa. Kuhlmann Söhne geben hier im Sinne eines lebendigen Museums ehrenamtlich ihre Kenntnisse an z. Zt. zehn Vereinsmitglieder, aber auch an interessierte Gäste weiter.
Mitglieder der Schmiedegruppe wirken ebenfalls an den Vorführungen mit, wenn Besuchern wichtige Produktionsschritte auf dem Weg zu einer Sense oder Sensensichel demonstriert werden. Sie betreuen auch den alten Maschinen- und Werkzeugbestand und sind an den vielfältigen Kulturveranstaltungen, die im Museum stattfinden, beteiligt.
Die Gruppe trifft sich zu ihren Übungseinheiten regelmäßig jeden dritten Samstag im Monat von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr. Gäste sind nach Absprache herzlich willkommen.