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Die DOM-Bilder des Henry Haselwanger
Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer
10. März - 18. Mai 2008
Henry Haselwanger vertritt mit präzisen Gemälden sein gesellschaftliches Engagement am konkreten Fall – „dem Kölner Dom“.
Eine Tendenz zur Perfektion bestimmt insbesondere auch die künstlerisch-technische Seite dieser Bilder. Schon ein flüchtiger Blick lehrt die Akribie schätzen, mit der die Arbeiten Haselwangers ausgeführt sind. Feinste Nuancen werden in Spritztechnik kombiniert und mit Siebdruck-Schablonen-Technik vollendet. Diese Exaktheit im Detail gelang nur durch die hohe Fertigkeit des Künstlers. Damit erweisen sich die Arbeiten Henry Haselwangers sowohl hinsichtlich der künstlerischen Gesetze des Mediums als auch der Intensität ihrer Botschaft als engagierte Kunst.
Henry Haselwanger, 1936 in Darmstadt geboren, folgte 1968 dem Ruf der Kunststadt Köln. Sein künstlerisches Thema – die „Manipulation der Kreatur“ – ist ihm ein großes Anliegen. Es entstehen klein- und großformatige Arbeiten in Airbrushtechnik, daneben zahlreiche Serigraphien im Siebdruck.
1976 übernimmt er als Geschäftsführer die Firma Wery-Siebdruck in Köln. Es entstehen Siebdruck mit bis zu 80 Farbstufen.
Die intensive Fortentwicklung des künstlerischen Siebdrucks sein Ziel. Henry Haselwanger führte den Siebdruck in die Perfektion. Ein von ihm entwickeltes Verfahren lässt die originalgetreue Wiedergabe jedes Kunstwerks zu.
Namhafte Künstler erkennen das Genie und lassen bei ihm ihre Werke im Siebdruckverfahren umsetzen, so dass im Laufe der Jahre viele Freundschaften mit Künstlern und Kollegen entstehen.
1994 entstehen die ersten Dom-Bilder. Die gotische Faszination bricht an. Der Dom in seiner majestätischen Form und Größe lässt Henry Haselwanger nicht mehr los. Neben kleineren Auftragsarbeiten gilt sein Schaffen ausschließlich dem Motiv „Dom“.
Für seine Dom-Motive suchte er eine ihm nahe liegende Technik, nämlich die Verbindung von Siebdruck und Airbrush-Technik. Eine Auswahl für seinen Katalog traf der Künstler stets selbst, um dem Betrachter seine Technik und Ideen näher zu bringen.
Prof. Hajo Klein