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Stiftung NRW
Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen
Frühlings Erwachen


Frühlings Erwachen
von Frank Wedekind

Eine Produktion der Tanz- und Theaterkurse der Jahrgangsstufe 12 des Landrat-Lucas-Gymnasiums Leverkusen
Leitung: Frau Westphal-Hamdoun, Herr Halbach, Herr Wintersohl

11. - 18. Juni 2010 - Schmiedehalle

Das Drama "Frühlings Erwachen" von Frank Wedekind spielt um 1890 und handelt von den Pubertätsnöten der Jugend im wilhelminischen Zeitalter.

Das Schicksal des Melchior Garbor, eines außerordentlichen guten Schülers, verstrickt sich unglücklich mit dem der gleichaltrigen vierzehnjährigen Wendla Bergmann und dem seines schwulen Freundes Moritz Stiefel. Melchior will den ängstlichen Moritz von quälenden Grübeleien und sexuellen Zwangsvorstellungen befreien, indem er ihm eine Aufklärungsschrift zusteckt. Moritz aber verwirrt diese Lektüre so sehr, dass er sich nur schwer auf das Lernen konzentrieren kann und nicht in die nächste Klasse versetzt wird. Daraufhin nimmt er sich aus lauter Verzweiflung das Leben.

Unterdessen kommen sich Wendla und Melchior nähen. Dabei sind sie jedoch vollkommen unwissend, welche Folgen ihr Handeln haben kann, nämlich die, dass Wendla aufgrund eines versuchten Schwangerschaftsabbruches stirbt. Nach Moritz´Selbstmord findet sein Vater die ihm von Melchior zugesteckte Lektüre. Dafür muss Melchior sich vor den durch Namen wie "Affenschmalz", "Fliegentod", ... karikierten Professoren verantworten. Diese glauben, Moritz Stiefel habe sich wegen der Lektüre das Leben genommen. Moritz wird von der Schule verwiesen und von seinen Eltern in eine "Korrektionsanstalt" gebracht. Als er dort ausbricht und auf dem Heimweg am Friedhof Wendla Bergmanns Grab vorfindet, gibt er sich selbst die Schuld an ihrem Tod und will seinem Leben ein Ende setzen. Der tote Moritz mit dem Kopf unter dem Arm bestärkt ihn darin, indem er ihm die Erbärmlichkeiten des Lebens ausmalt. Sein Gegenspieler, der vermummte Mann als Symbol des unzerstörbaren Lebens, tritt Moritz´ Verführungen zum Tod heftig entgegen und zieht Melchior von den Gräbern fort.

Doppelmoral auf der Bühne im Sensenhammer
von Monika Klein (RP Leverkusen-Opladen, 10.06.2010)
Eben sprangen sie noch ausgelassen wie Kinder umher und tanzten zu Klezmermusik um einen Stützpfeiler. Im nächsten Augenblick kreist nur noch alles um Thema Nummer eins. Ängste und Nöte von Jugendlichen mit ihrer erwachenden Sexualität, Unwissenheit, Unsicherheit und ihre Zerrissenheit in der Pubertät deckt Frank Wedekinds Kindertragödie "Frühlings Erwachen" auf. (...)
Oberstufenschüler des Landrat-Lucas-Gymnasiums haben den Stoff neu aufgerollt und als Tanz- und Theaterprojekt erlebbar gemacht. Nicht auf der Theaterbühne der Schulaula, sondern an einem Ort, an dem sich damals das wirkliche (Arbeits-)Leben abspielte: im Freudenthaler Sensenhammer. (...) Der alte Text von Wedekind wurde hier in kleinen Häppchen serviert und in wohlformulierter aktueller Gebrauchssprache 2010 kommentiert. (...) Die Mitspieler vom Landrat-Lucas-Gymnasium haben sich ganz auf die Charakterisierung und Durchdringung ihrer Rollen konzentriert, so dass ihnen die Aufmerksamkeit der Zuschauer sicher war. Besondere Faszination ging natürlich von dem teils farbig ausgeleuchteten Raum aus, der sich mit hereinbrechender Dämmerung auch noch veränderte.


Geteiltes Leid


Geteiltes Leid
von Patrick Reichert-Young


Eine Produktion der Tanz und Theaterkurse der Jahrgangsstufe 12 des Landrat-Lucas-Gymnasiums, Leverkusen


17. - 19. Juni 2008 - Schmiedehalle

Das Drama thematisiert die Frage, ob der Mensch sozial determiniert sei und welche Möglichkeiten ihm dann blieben, seinem "Schicksal" zu entrinnen. Der unerschrockene Held des Theaterstücks versucht, durch die Aneignung von Wissen und Bildung in eine höhere Klasse aufzusteigen. Trotz der Warnungen seines Vaters und seines Freundes glaubt er an die soziale Gerechtigkeit des politischen Systems und an die Macht des Wissens.


Vor der Premierenvorstellung unterzeichneten Frau Gertrud Liedtke, kommissarische Schulleiterin des Landrat-Lukas-Gymnasiums, und Wilhelm Matthies, Leiter des Industriemuseums, einen offiziellen Kooperationsvertrag. Das Industriemuseum sei ein "exzellenter außerschulischer Lernort", so Frau Liedtke, und biete Möglichkeiten für viele Schulprojekte, Arbeitsgemeinschaften und andere schulische Veranstaltungen. Besonderen Nutzen hätten die Fächer Deutsch, die Gesellschaftswissenschaften, Kunst, Musik, aber auch die Naturwissenschaften.
Mit diesem Schritt konnte die nunmehr rund zwei Jahre währende sehr gute Zusammenarbeit auch schriftlich fixiert werden. Als Vertreter des Fördervereins des LLG nahm Herr Franz Hubert Gierlichs an der Unterzeichnung teil. Der Förderverein unterstützt satzungsgemäß die Schularbeit und das Schulleben und engagiert sich dankenswerterweise auch im Rahmen dieses Kooperationsprojektes.

 

Zum Kooperationspartner des Industriemuseums: www.landrat-lucas.de

 


Nana attacks - Kunstausstellung in der Schmiedehalle

Ein Kooperationsprojekt der Gesamtschule Leverkusen-Schlebusch (GLS) mit dem Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer

07. - 14.09.2008

 

Die Arbeiten entstanden im Sommer 2008 in den jetzigen Klassen 8d und 8e der Gesamtschule Schlebusch. Den Ausgangspunkt des kleinen Kunstprojekts bildete Niki de Saint Phalle und ihre Nanas. Die Schülerinnen und Schüler zeichneten zunächst Oberflächenentwürfe in vorgegebenen Nanaformen auf Papier. Es sollte eine eigene Zeichensprache zur Gestaltung der Figurenoberfläche entwickelt werden. Im zweiten Arbeitsschritt entwarfen die Jugendlichen eigene Figuren mit individueller Farb- und Zeichengestaltung. Danach begann die praktische Objektarbeit mit Papier, Kleister und Utensilien wie Draht, Eierkarton, Joghurtbechern und Kleber. Stand der „Figurrohbau“, wurde die komplette Figur geweißt und anschließend farblich gestaltet. Zum Schluss lackierten die Künstler ihre Figuren, um den Farben mehr Glanz zu geben und die Oberfläche der Figuren widerstandsfähiger zu machen.

 


Attacke der Achtklässler
von Monika Klein (rp-online, 06.09.2008)
Das Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer steht ab Sonntag im Zeichen der Nana-Figuren. Schüler der Gesamtschule Schlebusch haben bunte Fantasie-Skulpturen gebastelt und stellten sie nun eine Woche lang aus.
Am Anfang des Kunstprojekts stand ein Film über die Künstlerin Nicki de Saint Phalle und damit die Auseinandersetzung mit deren Nana-Figuren. Das hat Spuren hinterlassen bei Unterstufenschülern der Gesamtschule Schlebusch. Und diese Spuren sieht man noch in der Ausstellung, die am Sonntag im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer eröffnet wird. Denn auch die Schüler, die mittlerweile die Klassenstufe acht besuchen, haben kleine und äußerst bunte Fantasie-Figuren geschaffen. Manche orientierten sich stark am berühmten Vorbild, anderen gelang es, sich weiter davon zu entfernen und selbst Figuren, Muster und eigene Farbgebungen zu erfinden.

Eine Gruppe von Schülern brachte die vielen kleinen Skulpturen am Freitag nach der Schule in den Sensenhammer. Zusammen mit Kunstlehrer Engelbert Engel suchten sie in der Schmiedehalle nach geeigneten Plätzen, um den stillgelegten Industrieraum mit „Nana attacks“ ziemlich zu verwandeln. Vor weißen Wänden hätte man sie nicht schöner inszenieren können, diese dicken bunten Wesen zwischen Mensch und Tier, die ihre Nasen, Arme, Fühler keck in den Raum strecken. Vor rußiger Klinkerfassade oder auf rostigen Maschinen fallen sie besonders gut ins Auge.
Ferhat Koca hat sich eine Leiter besorgt, um seinen „Fantasiegleiter“ in der Luft an Rohren zu befestigen, denn dieser sollte möglichst in der Luft schweben. Er erzählt, wie er und seine Klassenkameraden die Ausstellungsstücke selbst gebaut haben. Aufgeblasene Luftballons beklebten sie ganz dick mit Zeitung und weißem Papier, arbeiteten dabei Plastikbecher oder Papprollen ein, die nun als Gliedmaßen dienen.
Nach der grundsätzlichen Formgebung kam die Gestaltung der Außenhaut dran, bei der sich manche Schüler besonders viel Mühe gegeben haben. Die 13-jährige Melanie Girndt hat überall nach Mustern und Formen gesucht, um ihrer Figur ein möglichst einzigartiges Aussehen zu geben. Und Fabian Schmidt formte ein Fischwesen, das von allen Seiten betrachtet völlig anders aussieht. (...)













Geteiltes Leid, 2008



Geteiltes Leid, 2008



Geteiltes Leid, 2008



Nana attacks, 2008



Nana attacks, 2008



Nana attacks, 2008



Nana attacks, 2008



Nana attacks, 2008