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Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen
Nacht der Schmiedefeuer 2009

Rot glühendes Eisen im Feuer und sprühende Funken in der Dunkelheit. Dazu das rhythmische Klingen des Schmiedehammers in der Dämmerung. All das verleiht dem Schmieden bei Nacht einen besonderen Reiz. Diese einmalige Atmosphäre konnte man bei der „Nacht der Schmiedefeuer“ am Freitag, d. 7. August 2009 erleben: im Oelchenshammer des LVR-Industriemuseums, Schauplatz Engelskirchen, im LVR-Freilichtmuseum Lindlar und im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer. Das Leverkusener Industriemuseum war im Jahr 2009 als Kooperationspartner der LVR-Museen zum zweiten Mal dabei.

Neben den Vorführungen, bei denen die Entstehung eines Sensensichel-Rohlings oder einige Arbeitsschritte auf dem Weg zu einer Sense demonstriert wurden, stand diesmal im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer eine besondere Attraktion im Mittelpunkt des Interesses: ein Hammerstock wurde bereift.

Der Hammerstock konnte dann im Januar 2010 an einem unserer Reckhämmer eingebaut werden. Damit steht uns dieser für die Vorführungen unverzichtbare Hammer wieder zur Verfügung.

Ein herzlicher Dank gilt den Mitgliedern der Schmiedegruppe des Museums: Erik Geiß, Holger Geisler, Harald Drinhausen, Heinz Vogt und - nicht zuletzt - "unserem" unermüdlichen Sigi Seiler!

Aktueller Terminhinweis:
Die Nacht der Schmiedefeuer 2010 findet am Freitag, 06.08.10 statt! - Siehe: "Termine"

 



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Fotos: Gisela Schäperclaus, Bernd Bornewasser u. Heiner Tritz


 


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Das Bereifen eines Hammerstock

Der Hammerstock ist ein Eichenstamm mit mindestens 80 cm Durchmesser und 2,50 Länge. Er nimmt die Erschütterungen beim Schmieden auf, federt sie ab und leitet sie ins Erdreich weiter. Ohne die Reifen (Stahlringe) im oberen Bereich des Hammerstocks würde die Schabotte während des Schmiedens in den Hammerstock getrieben. Sie würde das Holz dabei allmählich auseinanderdrücken.

Die stählernen Reifen werden im Holzkohlenfeuer erwärmt. Durch das Erwärmen weiten sie sich um ca. 2 cm im Durchmesser. Hat der Reifen schließlich eine Temperatur von 200 bis 250 Grad °C erreicht, wird er mittels Trageisen vor den Hammerstock gehalten und durch Schläge mit großen Vorschlaghämmern auf den Hammerstock aufgezogen.

Sobald der Reifen an der richtigen Position sitzt, wird er mit Wasser abgekühlt. Durch das Abkühlen zieht sich der Reifen zusammen und bleibt danach fest an dieser Stelle.